Dies Seite wird in Kürze zum Gedenken des Erbauers der Vitoria unserem unvergessenen  Freund "LALA" Andreas Claussnitzer umgestaltet.

Der Bau der „Victoria“    

 

 Geschütze wurden schon viele gebaut. Große, kleine, gute und auch weniger gute Nachbauten erblickten das Licht der Welt. Andreas Clausnitzer, Kanonier der Reenactmentgruppe „The Charleston Highlanders – Santee Artillery“, hatte sich entschlossen, auch ein Geschütz zu bauen. Dieses sollte so authentisch und maßstabsgetreu wie nur möglich sein. Anders wie bei unserem „Rumpelstilzchen“, dem anderen Geschütz der Gruppe, welches einige Zeit zuvor ohne genaue Zeichnungen und Infos Matthias Hohmann gefertigt hatte, lagen inzwischen genaue Pläne und Informationen vor.                                                                                                                                Nun ging es an die Planung und die anschließende Umsetzung. Hier halfen natürlich die gewonnenen Erfahrungen von Matthias. Räder wurden beschafft und an Hand dieser Größe wurde der Maßstab fest gelegt. Ein wichtiger Schritt war das Umrechnen. Da es sich um amerikanische Pläne handelt, mussten alle Maße von Inch auf Metrisch und anschließend auf den Maßstab umgerechnet werden. Nun wurde das entsprechende Material beschafft und Andreas begann in seinem Keller den Bau. Zuerst kümmerte er sich um das Kanonenrohr. Er spannte ein Rundrohr in seine Drehbank und einige Tage später war das wichtigste Bauteil, die genaue Kopie eines Kanonenrohres fertig. Das nächste Bauteil bildete die Lafette. Unzählige Beschläge wurden Stück für Stück angefertigt und lackiert. Nachdem die Beschläge nach Originalvorgaben maßstabsgetreu gefertigt waren, wurden die Holzteile hergestellt. Auch hier investierte Andreas sehr viel Mühe, Zeit und Genauigkeit. Welche Farbe sollte die Lafette nun bekommen? Ursprünglich sollte es ein schönes Rot sein. Nach einigen Überlegungen und Nachforschungen entschied sich Andreas Clausnitzer dann doch für ein Olivgrün.       Jetzt konnte alles vervollständigt werden und Lafette und Rohr wurden vereint.              

Im Jahre des Herren 2006 war dann das Werk vollbracht. Im Oktober des Jahres wurde das Geschütz in Dienst gestellt und in einer gelungenen Zeremonie unter Dudelsackklängen auf den Namen „VICTORIAgetauft. Schon ein Jahr später wurde das Geschützrohr durch ein Maßstabsgetreues Haubitzenrohr ersetzt. So, dass das gesamte Geschütz nun absolut originalgetreu ist. 2007 bekam das Geschütz noch eine Protze, die mit gleicher Sorgfalt gefertigt wurde. Hier achtete Andreas bewusst darauf, dass sie auch mit Pferden bespannbar ist und so das gesamte Geschütz auch originalgetreu verwendet werden kann.